Das i-Tüpfelchen der Barrierefreiheit 
veröffentlicht in 2010
zuletzt bearbeitet in
HTML-Validatoren können verschiedene Probleme im Code einer Webseite aufdecken. Die Barrierefreiheit ist nur indirekt davon betroffen, weil die Erfolgskriterien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 die eigentlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit bereits beschreiben.
Erfolgskriterium 4.1.1 ist Bestandteil der WCAG 2.0 aus dem Jahr 2008, wurde aber in WCAG 2.1 und WCAG 2.2 gestrichen und für obsolet erklärt. Die einzelnen Anforderungen in Erfolgskriterium 4.1.1 stammen aus einer Zeit, in der die "Reparatur" von inkorrektem HTML-Code von Browser zu Browser variierte; außerdem haben Assistenztechnologien HTML ebenfalls verarbeitet. Syntaktische Fehler im Code wurden dadurch unterschiedlich interpretiert.
Die HTML-Validierung ist nicht Teil von barrierefreiem Webdesign. Vielmehr wird in Erfolgskriterium 4.1.1 die Syntaxanalyse der Browser angesprochen. Damit Browser inkorrekten Code verarbeiten und möglichst barrierefrei im DOM ablegen können, war es in der Vergangenheit notwendig, einige wenige syntaktische Aspekte aus dem HTML-Standard für die Barrierefreiheit zu berücksichtigen. Es handelte sich um
- vollständige Start- und End-Tags,
- korrekter Syntax für Attribute und Attributwerte,
- Verschachtelung von Elementen gemäß Spezifikation und
- eindeutige IDs.
Inzwischen gibt der HTML-Standard vor, wie Browser inkorrekten Code reparieren müssen. Heutige Browser dürften beispielsweise keine unterschiedlichen Ergebnisse bei doppelten Attributen liefern, weil sie nach HTML-Spezifikation nur die erste Instanz eines Attributs auswerten dürfen.
Browser nutzen im folgenden Beispiel den Alternativtext "Sonnenaufgang am Meer":
<!-- nicht nachahmen -->
<figure>
<img alt="Sonnenaufgang am Meer" alt="Sonnenuntergang am Meer" src="bilder/sonne.png" width="500">
</figure>
Genau genommen entfernen Browser das zweite alt-Attribut:
Der Beitrag "Das i-Tüpfelchen der Barrierefreiheit" besteht aus folgenden einzelnen Webseiten:
- Vollständige Start- und End-Tags
Browser können inkorrekte Tags teilweise korrigieren. Werden Start- oder End-Tags nicht korrigiert, sieht das Ergebnis für alle nicht gut aus.
- Korrekter Syntax für Attribute und Attributwerte
Browser können die inkorrekte Syntax für HTML-Attribute meist korrigieren. Nur bestimmte Attribute benötigen Anführungszeichen.
- Verschachtelung von Elementen gemäß Spezifikation
Die inkorrekte Verschachtelung von HTML-Elementen kann zu Problemen der Barrierefreiheit führen. Die Struktur und Beziehung von Inhalten wird dabei von Erfolgskriterium 1.3.1 der WCAG 2.2 abgedeckt.
- eindeutige IDs
Wenn Elemente über ihre IDs referenziert werden, dann müssen die IDs eindeutig sein.
- Überprüfung der Syntaxanalyse
Webseiten sollten mit dem W3C-Validator überprüft werden. Ein Bookmarklet von Steve Faulkner hilft dabei, die Anforderungen der WCAG 2.0 zu identifizieren.
Der folgende Begriff auf dieser Seite wird im Glossar definiert:Webseiten
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- Browser können inkorrekte Tags teilweise korrigieren. Werden Start- oder End-Tags nicht korrigiert, sieht das Ergebnis für alle nicht gut aus. Vollständige Start- und End-Tags
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